Großer Kampf reicht nicht

Alles gegeben, aber letztlich einem stärkeren Kontrahenten unterlegen – mit einer 18:24 Niederlage kehrten die B-Jugend-Handballerinnen des TSV Schwabmünchen vom bayerischen Finale aus Erlangen zurück. Für die Gelb-Blauen geht es in deutschen Endrunde jetzt gegen den HC Leipzig um einen Platz im Achtelfinale, den der HC Erlangen jetzt bereits sicher hat.

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Auch ohne ihre verletzungsbedingt noch pausierende Top-Spielerin Julika Birnkammer fuhren die Schützlinge von Trainer Lars Lammich mit den Rückenwind des Halbfinalerfolgs über die HSG Würm/Mitte durchaus zuversichtlich zu den favorisierten Erlangerinnen. Die HC-Girls hatten am Donnerstag im zweiten Halbfinale Forst United förmlich überrollt und so waren die Gelb-Blauen natürlich gewarnt.

Die ersten zehn Minuten verliefen dann auch durchaus vielversprechend, denn eine gut arbeitende Abwehr und einige gelungene Einzelaktionen in der Offensive sorgten für einen 4:4 Zwischenstand. Dann nahmen sich die Gelb-Blauen aber wie bereits in der Vorwoche eine lange Auszeit im Angriffsspiel um blieben fast 12 Minuten ohne Torerfolg. Aufgrund einer sehr guten Rückzugsbewegung kam zumindest das gefürchtete Gegenstoßspiel der Gastgeberinnen kaum zum Tragen und so stand nach einem 4:9 am Ende ein durchaus noch erträglicher 8:12 Pausenrückstand zu Buche.

Auch wenn die Erlangerinnen ohne Frage das an diesem Tag spielerisch klar bessere Team stellten, machten es die Schwabmünchnerinnen gestützt auf eine mit mehreren Glanzparaden glänzende Antonia Bloch zwischen den Pfosten zwischenzeitlich noch einmal spannend. Beim 14:16 Anschlusstreffer von Sesil Incidelen schien kurzzeitig noch einmal alles möglich, doch mit drei schnellen Treffern stellten die Erlangerinnen die Zeichen auf Sieg. Trotz einer sehr gut aufgelegten Lea Lammich im Rückraum und der treffsicheren Rechtsaußen Laetizia Micheal war das Angriffsspiel der Schwabmünchnerinnen letztlich zu wenig durchschlagskräftig.

Auch wenn man natürlich gerne den inoffiziellen bayerischen Meistertitel mit an die Singold gebracht hätte, gibt es keinen Grund Trübsal zu blasen. Der Blick geht jetzt nach vorne auf das Duell mit dem HC Leipzig, einem ganz großen Namen im deutschen Handball. Mit den Erkenntnissen aus den beiden bayerischen Duellen und dann hoffentlich komplettem Kader wollen die Schwabmünchnerinnen auch auf Bundesebene eine echte Visitenkarte abgeben. Termin und genauer Modus für die Spiele gegen Leipzig stehen noch nicht fest.

TSV Schwabmünchen: Bloch, Rettermeier; Spatschek, D. Jakob, Franz, Müller, Lammich (7/1), Incidelen (2), Michael (3), Merkle (4), Würdinger (2), M. Jakob, Dieterich;