M1: Enttäuschung im Derby

Mit einer 23:27 Niederlage kehrten die Schwabmünchner BOL-Männer Derby-Gastspiel in Bobingen zurück.

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Bericht der Schwabmünchner Allgemeinen:

Schon vor der Partie sah man beiden Mannschaften an, dass es heute kein normales Spiel werden wird. Den Derbycharakter merkte man schon beim Aufwärmen. Beide Seiten hatte noch eine extra Portion Motivation mitgebracht. Und die 300 Zuschauer bekamen von Anfang an eine hart umkämpfte Partie zu sehen. In der Anfangsphase dominierten die Gäste aus Schwabmünchen. Der zu Beginn starke Leonard Scholz erzielte die ersten vier der fünf Schwabmünchener Tore und so lagen die Gäste schnell mit 5:3 in Front. Mit dynamischen schnellen Angriffen konnten die Mannen aus Schwabmünchen immer wieder die Bobinger Abwehr umspielen.

Doch der Gastgeber ließ sich nicht abschütteln, hatte im Angriff immer eine Lösung parat und so konnte die Singoldstädter um den starken Tobias Müller immer wieder den Ausgleich erzielen. „Die Abwehr von uns war in dieser Phase nicht aggressiv genug und wir bekamen keinen Zugriff auf die schnellen Rückraumspieler der Schwabmünchner, doch im Angriff haben wir immer wieder dagegen gehalten“, analysierte Trainer Mario Stadlmair. So ging es mit einer verdienten Führung von 13:11 für die Gäste in die Pause.

Beide Mannschaften nutzen die Pause um sich neu einzustellen. Wirkung zeigte es zunächst nur bei den Bobingern. Im Angriff nutzen sie die Räume gegen die neu formierte offensive Deckung der Schwabmüncher und hinten wurde die Abwehr deutlich besser. Vor allem im Moritz Müller und der junge Benedikt Arlt präsentierten sich in der Abwehr in Topform. Nach einer Auszeit der Gästetrainer konnte der TSV Schwabmünchen wieder zu ihrem Spiel zurück finden. Und nach nur drei Minuten dieser Timeout warf Schwabmünchens Stärkster, Leonhard Reichenberger, den Ausgleich zum 16:16. Die nächsten sieben Minuten war das Spiel ausgeglichen und die Torhüter auf beiden Seiten, Frank Hübenthal auf Seiten der Gastgeber und Bobingens Manuel Fischer, dominierten das Spiel. Die Singoldstädter nutzen daraufhin die Fehler der Schwabmüncher gnadenlos aus und konnten über den pfeilschnellen Tobias Müller einen 24:19 Vorsprung herausspielen. Diese Phase war die entscheidende in diesem Spiel. Schwabmüchen machte zu viele Fehler im Angriffspiel und Bobingen war an diesem Tag eiskalt und wollte unbedingt diesen Sieg.

Die Gäste versuchten nun alles, mit riskanter Abwehr brachten sie die Bobinger nochmals aus dem Konzept. Trainer Mario Stadlmair nahm eine Auszeit und beruhigte sein Team. Und das zeigte Wirkung. Die letzten Minuten konnten clever heruntergespielt werden und so sicherten sich die Bobinger den lang ersehnten „Derbyheimsieg“ mit einem Endstand von 27:23. „Starke Leistung der Bobinger. Sie haben heute den Sieg mehr gewollt“, so Schwabmünchens Leonhard Reichenberger nach der Partie. „Ein gutes Spiel meiner Mannschaft und am Ende haben wir uns mit zwei Punkte belohnt“, analysierte Moritz Müller auf Seiten der Bobinger. Das Spiel war von einer harten Gangweise geprägt, doch stehts immer fair. Vor einer klasse Kulisse war es ein ansehnlicher Handball und hervorragend für den südlichen Landkreis, dass es solche Handballspiele gibt.

Für den TSV Schwabmünchen geht es am kommende weiter mit einem Heimspiel gegen Schlusslicht Ichenhausen, wo sie wieder punkten wollen. Bobingen gastiert am Sonntag in Lauingen und wird gegen die HSG dieselbe Leistung benötigen, um was Zählbares mitzunehmen.

TSV Bobingen: Fischer, Lenz (Tor); Müller T. (9), Pillmayr (7/4), Müller M. (4), Stadlmair J. (3), Muliyanto (3), Riedlinger (1), Obele, Huber, Hermann, Arlt, Winkler,

TSV Schwabmünchen: Hübenthal, Mürbeth (Tor); Scholz (5/3), Reichenberger (5), Reinsch (3), Bürgle (3), Hänsel (2), Merbold (1), Brugmoser (1), Thoma, Boppel, Fetahu