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F1: Gute Moral allein reicht einfach nicht

Nach der 25:29 Niederlage beim TSV Herrsching ist der Klassenerhalt in der Landesliga für die erste Frauensieben in weite Ferne gerückt.

 

Einen unter dem Strich einfach unzureichenden Landesligaauftritt legten die Schwabmünchner Frauen auf das Parkett der Herrschinger Nikolaushalle. Es war klar, dass an diesem Nachmittag ein Sieg im Kampf um den Klassenerhalt mehr oder weniger Pflicht war und die Gelb-Blauen kamen eigentlich sehr gut ins Spiel. Ein schnelle 6:3 Führung (8.) und ein 8:6 nach knapp einer Viertelstunde deuteten auf eine Fortsetzung der doch erkennbar besseren Tendenz seit Jahresbeginn hin. Warum die Schwabmünchnerinnen in der Folge allerdings komplett den Faden verloren, Fehler an Fehler teils haarsträubender Art reihten wird wohl irgendwie ihr Geheimnis bleiben. Die sicher auch nicht übermächtigen und 2020 noch sieglosen Herrschingerinnen ließen sich nicht zweimal bitten und sorgten mit einem 8:0-Lauf bis zur 24. Minute fast schon für eine Vorentscheidung.

Trotz eines frustrierenden 12:17 Halbzeitrückstands kamen die Schützlinge Trainer Holger Hübenthal noch einmal sehr entschlossen aus der Kabine. Auch das 15:22 (44.) steckten die Schwabmünchnerinnen noch weg und kamen nun gestützt auf eine toll haltende Torhüterin Jasmin Holland und die unermüdliche Antreiberin Öykü Keskin noch einmal auf. Gut zehn Minuten vor Ende betrug der Rückstand nur noch drei Treffer, doch jetzt war es die einfach nicht ausreichende Wurfausbeute, die eine durchaus mögliche Wende verhinderte. „Großes Kompliment an meine Mannschaft für die trotz des Spielverlaufs große Moral. Damit allein lassen sich allerdings keine Punkte in dieser Liga holen. Handballerisch sind wir einfach viel zu viel schuldig geblieben und somit geht der Herrschinger Sieg auch in Ordnung.“, ordnete ein enttäuschter Holger Hübenthal die Leistung seines Teams sicher zutreffend ein.

TSV Schwabmünchen: Holland; Kolodziej (5/1), Marb (1), Schuller (3), Birnkammer, Ö. Keskin (9/1), Frommelt (1), Schlicker, Ratzek (4/2), L. Keskin (2), Rheindt.

Eine kleine, aber sehr unschöne Randnotiz muss von diesem Nachmittag noch bleiben. Nachdem den Schwabmüchnerinnen am Anfang eine Kabine zugewiesen worden war, die wohl sonst der im Anschluss spielenden Herrschinger Männermannschaft zugeordnet ist, fanden die Gelb-Blauen nach dem Spiel ihre komplette Ausrüstung im Kabinengang auf einem großen Haufen wieder. Diese Dreistigkeit, die offensichtlich auch noch vom verantwortlichen Herrschinger Männertrainer gedeckt wurde sucht tatsächlich (hoffentlich erfolglos) ihresgleichen. Eine Dankeschön an die fast ebenso aufgebrachten Herrschinger Frauen, die als Entschuldigung nur wenige Minuten später eine Kiste Kaltgetränke in die (zehn Meter entfernte) Ausweichkabine stellten.