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wA: Klare Niederlage in Kornwestheim

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Leider nichts zu holen gab es für weibliche A-Jugend der Schwabmünchner Handballer am zweiten Spieltag der Jugend-Bundesligavorrunde beim SV Salamander Kornwestheim. Die personell stark gehandicapten Gelb-Blauen unterlagen am Ende mit 27:35, wobei die Kräfteverhältnisse an diesem Nachmittag lange Zeit noch deutlicher waren, wie es das Ergebnis aussagt. Weil sich die Schwabmünchnerinnen trotz der schwierigen Umstände aber nie aufgaben, haben sie sich dieses noch halbwegs erträgliche Resultat auf jeden Fall verdient.

 

Nach einem mit vielen Leckereien vom Team selbst vorbereiteten kleinen Brunch auf dem Weg bei Familie Hertle in Günzburg ging die Fahrt zum Glück ohne große Staus und Verzögerungen nach Kornwestheim. Leider hatte sich die Hoffnung auf ein Comeback von Julika Birnkammer nicht mehr erfüllt, für die ein Einsatz nach glücklicherweise positivem MRT-Befund noch zu früh gekommen wäre. Mit den weiter fehlenden Somma Dieterich und Leo Spatschek, dem erneuten Ausfall von Patricia Haslauer und der nach monatelanger Trainingspause erst langsam wieder einsteigenden Anja Müller war die Ausgangslage für ein Bundesligaspiel natürlich ausgesprochen schwierig. Zudem stand mit der aktuell verletzten Lara Rettermeier eine der beiden Torhüterinnen nur für den absoluten Notfall zur Verfügung.

Wie groß der Niveauunterschied zu den zuletzt auch mit kleinem Kader noch erfolgreich absolvierten Bayernligaspiele ist, wurde in den ersten Spielminuten sehr schnell klar. Mit hohem Tempo, viel Dynamik und technisch versiert zeigten die Gastgeberinnen schnell auch mit der passenden Körpersprache und viel Selbstvertrauen, wer an diesem Tag das Sagen habe sollte. Ganz offensichtlich beeindruckt fanden die Gelb-Blauen in der Abwehr kaum Zugriff und agierten auch bei eigenem Ballbesitz leider ein bisschen wie das Kaninchen vor der Schlange. Beim 5:1 für Kornwestheim zog Trainer Holger Hübenthal schon früh im Spiel (8.) die erste Timeout-Option.

Danach kamen die Schwabmünchnerinnen tatsächlich besser ins Spiel und hielten die Partie bis zum 13:10 (24.) offen, ehe ein 6:0 Lauf der Gastgeberinnen innerhalb von nur fünf Minuten die Partie entschied. Nachdem auch noch Alicia Staigmüller mit einer Handverletzung das Feld verlassen musste, kamen die durchgehend auf dem Feld ackernden Rückraumspielerinnen in dieser Phase spürbar in den roten Bereich. Das ohnehin schwierige Angriffsspiel wurde zusehends druckloser und die sich nun häufenden Fehler wurden von den Gastgeberinnen über schnelle Gegenzüge gnadenlos bestraft. Beim 19:11 ertönte die Pausensirene.

Nach dem Wechsel versuchten es die Schwabmünchnerinnen mit einer kompakteren Abwehrvariante, fanden aber nie ein Mittel gegen die überragende Linkshänderin Lara Däuble, die fast nach Belieben aus der zweiten Reihe erfolgreich war. Beim 30:15 (44.) schien sich ein mittleres Debakel für die Gelb-Blauen anzukündigen und es ist der Mannschaft hoch anzurechnen, dass sie sich noch einmal aufrafften und das Ergebnis in der Schlussviertelstunde deutlich korrigierten. Mit Kim Bartosch, Sesil Incidelen und Lele Michael nutzten drei Spielerinnen aus der sonst zweiten Reihe die Gelegenheit durchaus positiv auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings ist auch absolut klar, dass die Schwabmünchnerinnen auf Bundesliganiveau ihre beste Aufstellung aufs Parkett bringen müssen, um hier wirklich konkurrenzfähig zu sein.

Nach zwei Niederlagen ist die Qualifikation für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft in fast unerreichbare Ferne gerückt, wenn auch theoretisch vor dem letzten Vorrundenspiel zuhause gegen Würm/Mitte am 19. November noch eine Chance besteht. Ziel für dieses Spiel bleibt es auf jeden Fall, den dritten Platz um somit im Deutschlandpokal weiter auf Bundesebene am Start zu bleiben. Zudem geht es fraglos auch darum, mit hoffentlich vollem Kader die eigene Bundesligatauglichkeit noch einmal unter Beweis zu stellen.

TSV Schwabmünchen: Hertle, Rettermeier; Franz (2), Müller, Lammich (2), Incidelen (2), Michael (3), Merkle (8/1), Würdinger (2), Schanda, Bartosch (6/2), Staigmüller (2);