Vergangenen Sonntag empfingen die Schwabmünchner Handballerinnen in eigener Halle den TSV Herrsching. Bereits in der Vorbereitung trafen die beiden im Testspiel aufeinander, doch seitdem hatten sich beide Mannschaften um einiges weiterentwickelt.
Obwohl die Herrschingerinnen sich im Tabellenmittelfeld befinden, war den Hausherrinnen durchaus bewusst, dass das Spiel hart umkämpf sein würde, wenn man nicht das volle Potenzial abriefe. Das zeigte sich bereits in der Anfangsphase: Die ersten drei Treffer erzielte auf Schwabmünchner Seite das Mannschaftsküken Sina Gossner. Nach ihrem 3:3 Ausgleichstreffer fehlte den Gelb-Blauen defensiv jedoch der Zugriff und auch offensiv fanden sie keine guten Lösungen. Das ermöglichte es den Gästen durch einen 5:0-Lauf mit 3:8 davonzuziehen.
Eine Auszeit von Trainergespann Stadlmair und Pyrkosch zeigte jedoch Wirkung: Die Schwabmünchnerinnen fanden etwas besser in die Partie, konnten jedoch weiterhin nicht das auf die Platte bringen, was sie sich vorgenommen hatten. Auch dank starken Paraden von Torhüterin Carolin Globisch gelang in der 26. Spielminute durch Annika Mehr dann endlich der 8:9-Anschlusstreffer. Die Gäste waren jedoch noch nicht bereit nachzugeben und zogen bis zum Seitenwechsel wieder mit 10:13 davon.
Für den zweiten Durchgang musste vor allem defensiv eine Steigerung her. Auch im Angriff nahmen sich die Schwabmüchnerinnen vor geduldiger zu spielen und ihre Chancen besser zu nutzen. Bereits fünf Minuten nach Wiederanpfiff gelang den Hausherrinnen der erneute Anschlusstreffer (13:14). In der 45. Spielminute zwang der Ausgleichstreffer von Kim Bartosch zum 19:19 den gegnerischen Trainer zu einem Timeout. Nach einem Ballverlust im darauffolgenden Angriff war es wenig später Celine Würdinger, die nach längerer Verletzungspause aufgrund einer Knie-Operation ihr Comeback feierte, die den TSV Schwabmünchen mit 20:19 in Führung brachte.
Das Momentum war nun auf Seiten der Gelb-Blauen. Defensiv stand man endlich wie vorgenommen, so dass die Gäste oft kein Durchkommen mehr fanden. Beim 23:19 griff der gegnerische Coach erneut zur grünen Karte. Die Heimmannschaft gab die Führung jedoch nicht mehr aus der Hand. Am Ende feierte man einen knappen, aber letztendlich verdienten 29:27-Sieg, bei dem das junge Team mehr kämpferisch als spielerisch überzeugte. Mit Hinblick auf die kommende Aufgabe ist also klar, dass eine deutliche Leistungssteigerung her muss.
Die Schwabmünchnerinnen setzten mit dem Sieg den Grundstein für das nächste Topspiel am kommenden Wochenende: Am Samstag (06.12.2025) ist der aktuelle Spitzenreiter beim direkten Verfolger Forst United zu Gast. Das junge Team hofft auf einige Fans, die sie bei einem sicherlich packenden Duell um die Tabellenführung auswärts unterstützen.

