F1: Mühsamer Kampf wird belohnt

Am vergangenen Samstagabend trafen die ersten Damen in der Regionalliga auf den HT München. Vor heimischer Kulisse war es ein Spiel mit durchwachsener Leistung, das am Ende dennoch mit einem 29:25 Sieg endete.

Von Beginn an schafften die Schwabmünchnerinnen es kaum ihre gewohnte Abwehrstärke abzurufen. HT München setzte als taktisches Mittel immer wieder die Kreisläuferin auf der rechten Rückraumseite ein und agierte demnach in weiten Phasen mit vier statt drei Rückraumspielerinnen. Dies machte es Hinten-Mitte-Verteidigerin Lara Girstenbrei in der ersten Halbzeit beinahe unmöglich ihren Mitspielerinnen im 1 gegen 1 zur Hilfe zu kommen und öffnete große Räume in der Schwabmünchner Abwehr. In der Folge entwickelte sich eine zähe Partie. Hinten gingen den Gelb-Blauen immer wieder Zweikämpfe zur Mitte verloren, und erst gegen Ende der ersten Halbzeit gelang es dem TSV besseren Zugriff zu finden. Vorne scheiterte man mehrfach völlig frei an der anfangs stark haltenden Münchener Torfrau und nur mühsam konnte man sich eine knappe 13:11-Führung zur Pause erarbeiten.

Auch im zweiten Durchgang zeigte sich die junge Mannschaft phasenweise unkonzentriert, profitierte jedoch in der 40. Spielminute von einer Zwei-Minuten-Strafe gegen den HT München. Mehrfach gelang es der Abwehr in dieser Phase den Ball von den dezimierten Münchnerinnen zu trennen, und gleich dreimal in Folge fand Celine Würdinger in der zweiten Welle Flügelflitzerin Damaris Rheindt, die ihre Chancen vorne sicher verwandelte und den Vorsprung auf 22:16 ausbaute. Wer sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Sicherheit wiegte und die Partie als entschieden erachtete, dem blühte ein böses Erwachen: Völlig desolate zehn Minuten bescherten dem HT München einen 5:0-Lauf, sodass der Schwabmünchner Vorsprung in der 53. Spielminute auf nur ein Tor dahingeschmolzen war und die Anzeigetafel nur noch ein knappes 25:24 zeigte. Coach Stadlmair reagierte völlig richtig mit einer Auszeit und fand klare Worte. Wachgerüttelt agierten seine Damen nun wieder sorgfältiger und schließlich war es Kreisläuferin Patrizia Haslauer, die mit ihrem wichtigen Treffer in der 58. Minute die erneute Drei-Tore-Führung zum 27:24 wiederherstellte. Diese ließ sich der TSV nicht mehr nehmen und baute sie mit zwei schnellen Toren zum verdienten Endstand von 29:25 aus.

Es spielten:

Globisch, Bloch (beide Tor); Mehr (6), Bartosch (5/4), Würdinger (4), Rheindt (4), Girstenbrei (3), Michael (2), Franz (1), Gossner (1), Haslauer (1), Kramer (1), Lammich (1), Hafner, Schanda, Scheraus.