Wenn in Schwabmünchen eines sicher ist, dann dass man im Winter Handball spielt — und dass Manuel „Ente“ Reinsch offenbar keine Gnade kennt. Mit 17 Toren, davon 6 per 7-Meter, machte der Mann die Hans-Nebauer-Sporthalle kurzerhand zu seinem persönlichen Hobbykeller, während die Neusässer Abwehr kollektiv den „Bitte nicht so fest“-Modus aktiviert hatte.
Dass der TSV Schwabmünchen am Ende 34:33 gewann, lag also weniger am Zufall, sondern eher daran, dass „Ente“ in der Crunch-Time noch einmal kurz entschied, keinen Blödsinn zu veranstalten und den Ball einfach ins Tor zu werfen. Schlicht, effektiv, pädagogisch wertvoll.
Von Dankbarkeit bis Körperpflege – die Neusässer Spielweise
Natürlich soll man den Gegner nicht schlechtreden — man kann aber subtil darauf hinweisen, dass Neusäß in puncto Körperkontakt wohl einen Lehrgang „Die etwas andere Art der Hygiene: Gegner gründlich desinfizieren“ absolviert hat.
Auffällig dabei: Je länger das Spiel dauerte, desto intensiver schien Neusäß Körper- statt Torerfolge zu sammeln. Aber vielleicht war das einfach Taktik, um Ente den Arm müde zu klopfen — was bekanntlich nicht funktioniert hat.
Spectator Mode: Zweite Halbzeit
Zur Pause lag Schwabmünchen noch 15:17 hinten , vermutlich weil die Mannschaft beschlossen hatte, den Zuschauern ein dramatisches Sporterlebnis zu liefern, anstatt frühzeitig Klarheit zu schaffen. In Hälfte zwei stellte man dann auf „okay, jetzt ernsthaft“ um, warum auch nicht.
Als nach 59:44 Minuten Christian Boppel zum 34:32 traf , war der Drops faktisch gelutscht — auch wenn Neusäß in der letzten Sekunde noch das 34:33 nachwarf, damit die Ergebnisgrafik später schöner aussieht.
Team: Domi Brandt (Tor), Lukas Brugger (Tor), Fabian Mayer 1, Tobias Müller, Danel Schumacher 1, Mitchie Schikor 2, Marius Zander 2, Sören Vinzelberg 2, Simon Mayr 3, Philipp Bosse 4, Ente Reinsch 17

