M3: „Eindeutig gewonnen, geschmacklich schwierig“ – SMÜ zwischen Müdigkeit und Verwaltungsmodus

Eigentlich hätte es ein entspanntes Samstag-Nachmittags-Schmankerl werden sollen – aber nein: Die Männer III hatten zuvor erst einmal die kleine Ehrenrunde bei der Zweiten eingelegt. Wer braucht schon Warm-Up, wenn man gleich ein komplettes Pflichtspiel davor spielen kann? Konditionell also irgendwo zwischen „passt schon“ und „Rückfahrt im Rollator“. Trotzdem stand am Ende ein klarer Sieg – und dennoch irgendwie einer, von dem man sich nur bedingt selbst schmeicheln lassen wollte.

Von Beginn an zeigte Schwabmünchen dann aber, was passiert, wenn Müdigkeit auf Routine trifft: Die ersten Minuten waren technisch sauber, spielerisch clever und vor allem noch mit Rest-Laktat im System. Zur Pause stand ein deutliches 12:8 — und Neusäß fragte sich vermutlich leise, wann dieser ominöse Einbruch denn endlich kommen würde.

Die Antwort: irgendwann nach dem Seitenwechsel. Die Herren III pflegten ihr charakteristisches „Wir können auch mal zwei Gänge runterfahren“-Spiel. Neusäß nahm das Geschenk dankend an und verkürzte, ohne je wirklich zu drohen – so eine Art Mitleids-Performance, die keiner beauftragt hatte, aber trotzdem irgendwie passierte.

Der Sieg war am Ende unstrittig, der Stil dagegen eher „naja… zumindest gewonnen“. Moralisch sicher kein Champions-League-Abend, aber das Ergebnis ist schließlich das Einzige, das am Ende gedruckt wird – und das lautet: 29:26 für Schwabmünchen

Schwabmünchen spielte mit Kristijan Calusic, Marius Zander (1), Markus Weichel (6), Philipp Bosse (7), Simon Kuhn (2), Thorsten Rinne, Christian Weichel (4), Sören Vinzelberg (2), Rico Plätschke, Dominik Brandt (Tor), Rene Grodowski (Tor), Dan-Micha Schikor (6), Felix Dahlheim, Daniel Schumacher (1)