Vergangenen Samstag erkämpften sich die Schwabmüchner Handballerinnen vor heimischer Kulisse ein Unentschieden gegen den Drittplatzierten München-Laim. Nach einer schwachen ersten Halbzeit verbesserte die junge Mannschaft ihre Leistung im zweiten Durchgang Stück für Stück und freute sich am Ende über ein 28:28.
Schon vor dem Spiel wusste die Mannschaft von Trainergespann Stadlmair/Pyrkosch, dass die Partie keine leichte sein würde. Der SV München Laim hatte eine Woche zuvor bereits mit einem Sieg gegen Forst United gezeigt, dass mit ihnen zu rechnen ist. Infolgedessen hatten die Schwabmünchnerinnen kurzzeitig die Tabellenführung übernommen, die sie nach dem Unentschieden jedoch wieder an den Konkurrenten aus Ebersberg abgeben müssen.
Die Gegnerinnen waren es, die das Duell eröffneten. Nachdem Kim Bartosch vom Punkt zunächst scheiterte, netzte Damaris Rheindt zum 1:1 ein. Bis zum 4:4 in der 11. Minute war die Partie ausgeglichen. Beide Abwehrreihen standen gut und so war jeder Treffer hart erkämpft. Danach nutzen die Gäste einige defensive Unaufmerksamkeiten und leichte Ballverluste der Gelb-Blauen um sich mit einem 4:0-Lauf auf 4:8 abzusetzen. Das Schwabmünchner Trainergespann sah sich erstmals zu einer Auszeit gezwungen.
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit wollte den Gastgeberinnen jedoch nicht mehr viel gelingen, was dazu führte, dass der Abstand in der 30. Minuten auf sieben Tore angewachsen war. Kurz vor dem Seitenwechsel verkürzte Lea Lammich in Überzahl zum 10:16-Halbzeitstand.
Allen Beteiligten war klar, dass im zweiten Durchgang eine erhebliche Leistungssteigerung nötig sein würde, um aus der Partie noch etwas Zählbares mitzunehmen. Obwohl Isabella Leube, die mit zehn Treffern beste Torschützin der Gäste wurde, den ersten Treffer der zweiten 30 Minuten erzielte, machte sich bei den Schwabmüchnerinnen nach und nach der Siegeswille bemerkbar. Mit einem 3:0-Lauf verkürzten die Hausherrinnen zunächst auf 14:17, bevor sich in der 48. Minute beim 20:21 sogar die Chance zum Ausgleich bot.
Diese verpassten die Schwabmüchnerinnen jedoch, im Gegenzug stellte München Laim wieder auf 20:23. Nach einer erneuten Auszeit erholten sich die Gelb-Blauen, angetrieben von einer stimmungsvollen Kulisse, erneut von dem Rückschlag. Beim 22:23 war der Punktgewinn in Reichweite, der Ausgleich wollte jedoch wieder nicht fallen. Erneut kippte das Momentum auf die Seite der Gäste, die in der 56. Minute zur 23:27-Führung trafen. Die Gastgeberinnen gaben sich aber noch nicht geschlagen: Ein 4:0-Lauf, von dem Celine Würdinger drei Treffer erzielte, brachte endlich den lang ersehnten Ausgleichstreffer. Erneut war es 45 Sekunden vor Schluss Mario Stadlmair, der seiner Mannschaft im Timeout einen Spielzug mit auf den Weg geben wollte. Diesen setzten seine Spielerinnen nach Wiederanpfiff perfekt um und gingen mit 28:27 in Führung. Nachdem die Gäste wieder ausgeglichen hatten, bot sich den Schwabmünchnerinnen sogar nochmal die Chance auf den Siegtreffer. Diese ließen sie jedoch ungenutzt.
Am Ende stand ein 28:28-Unentschieden auf der Anzeigetafel und so teilte man sich, wie auch schon im Hinspiel, die Punkte. Insgesamt ein Ergebnis, mit dem die Hausherrinnen durchaus zufrieden sein können, wenn man sich an den zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand zurückerinnert.
Am Faschingswochenende haben die Damen nun spielfrei, bevor am 21.02.2026 um 18 Uhr das nächste Heimspiel gegen Bayreuth ansteht. Die Schwabmüchnerinnen freuen sich über jeden Fan, der den Weg in die Halle findet.

