F2: Pflichtsieg liegen gelassen

Im Heimspiel gegen den Tabellenletzten, den TSV Wertingen, kam die zweite Damenmannschaft des TSV Schwabmünchen nicht über ein enttäuschendes 24:24 hinaus. Im Abstiegskampf hatte man sich fest vorgenommen, diese Partie unbedingt für sich zu entscheiden – am Ende jedoch fühlte sich das Unentschieden eher wie eine Niederlage an.
Dabei starteten die Gastgeberinnen furios in die Begegnung. Nach wenigen Minuten leuchtete ein souveränes 3:0 von der Anzeigetafel, wenig später baute Schwabmünchen die Führung trotz früher Auszeit der Gäste auf 6:1 aus. Das Spiel schien früh in die erhoffte Richtung zu laufen.
Doch Wertingen bewies Moral und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück. Während die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten, schlichen sich bei Schwabmünchen zunehmend Unkonzentriertheiten ein. Im Angriff fehlte die letzte Konsequenz im Abschluss, in der Defensive der nötige Zugriff. So schmolz der Vorsprung dahin, bis Wertingen zum 9:9 ausglich. Immerhin gelang es den Gastgeberinnen, sich kurz vor der Pause noch einmal zu sammeln und eine knappe 11:10-Führung mit in die Halbzeit zu nehmen.
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte Schwabmünchen zunächst den besseren Start und erhöhte auf 12:10. Doch eine Zeitstrafe brachte einen Bruch ins Spiel. Wertingen nutzte die Überzahl clever, drehte die Partie und setzte sich auf 12:14 ab. Plötzlich lief Schwabmünchen einem Rückstand hinterher. Die Mannschaft zeigte jedoch Charakter. Mit großem Einsatz kämpfte sie sich zurück und übernahm beim 20:18 nach knapp 50 Minuten erneut die Kontrolle. Spätestens beim 22:20, rund sieben Minuten vor Schluss, schien der so wichtige Heimsieg greifbar. Doch wieder fehlte in der entscheidenden Phase die letzte Konsequenz. Wertingen nutzte seine Möglichkeiten, glich aus und ging 45 Sekunden vor dem Ende mit 23:24 in Führung.
Schwabmünchen bewies zumindest Moral bis zur letzten Sekunde: Sieben Sekunden vor dem Schlusspfiff erzielte Tabea Hafner den vielumjubelten Ausgleich zum 24:24.
Dennoch bleibt ein bitterer Beigeschmack. Gegen das Schlusslicht hatte man sich deutlich mehr ausgerechnet. Über weite Strecken zeigte die Mannschaft ihr Potenzial, doch fehlende Konstanz, zu viele vergebene Chancen und Nachlässigkeiten in der Abwehr verhinderten den eigentlich fest eingeplanten Pflichtsieg.
So steht am Ende ein Punkt, der zwar hilft – dem eigenen Anspruch wurde man jedoch nicht gerecht.

Für Schwabmünchen spielten:

Cindy Krappig, Jule Kunstmann (beide Tor), Lara Zabel (6), Lisa Hinkofer (3/1), Sarah Huber, Fiona Schmid (3), Mersina Fendt (3), Anna Franz (1), Annika Wagner (2/2), Mona Schlicker (1), Linda Dölle, Tabea Hafner (4), Lenia Viehl, Enya Nauert, Theresa Wagner (1), Emilia Michael.