F2: Keinen guten Tag erwischt

Der TSV Schwabmünchen musste sich im Auswärtsspiel beim VfL Günzburg klar mit 36:42 geschlagen geben.
Der TSV hatte sich viel vorgenommen und reiste mit einem proppenvollen Kader zum Tabellennachbarn, um wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln. Beim Gastgeber hatte die Grippewelle zugeschlagen und lediglich neun Spielerinnen erwärmten sich für das wichtige Spiel. Allein aufgrund der Kaderstärke schien Schwabmünchen einen deutlichen Vorteil zu haben – was sich letztendlich aber als Trugschluss herausstellte.

Zwar startete Gelb-Blau mutig in die Partie und zeigte sich von Beginn an offensivfreudig, doch die Abwehrreihe ließ jeglichen Zugriff und Einsatz vermissen. Die Absprachen passten nicht, man war zu unaufmerksam und somit war sprichwörtlich „Polen offen“. Nach einem frühen Rückstand kämpften sich die Mädels immer wieder heran, glichen mehrfach aus und gingen beim Stand von 8:9 sogar kurz in Führung. Mit wichtigen Treffern sorgten Tabea Hafner und Mersina Fendt dafür, dass das Spiel in der Anfangsphase noch offen blieb.
Mit zunehmender Spieldauer übernahm jedoch Günzburg mehr und mehr die Kontrolle. Die gelb-blaue Abwehr agierte nach wie vor fahrig und in der Offensive scheiterte man deutlich zu oft an der gegnerischen Torfrau. Da man in der Defensive immer mindestens einen Schritt zu spät war, kassierte man regelmäßig Zeitstrafen. Günzburg nutzt die Schwächen der Gelb-Blauen und setzte sich bis zur Halbzeit erstmals deutlicher mit 21:15 ab.
Trainerin Biene Bürgle appellierte in der Halbzeitansprache an ihre Spielerinnen sich in der Abwehr mehr reinzubeißen und die Torchancen im Angriff konsequenter zu nutzen.
In der zweiten Halbzeit zeigte der TSV Schwabmünchen zwar Moral und kämpfte weiter, doch erneute Zeitstrafen sowie weitere Unkonzentriertheiten im Abwehrverbund machten eine nennenswerte Verkürzung des Vorsprungs unmöglich. Mersina Fendt und Lara Zabel fassten sich im Angriff ein Herz und sorgten zumindest für einige schöne Tore, doch Günzburg antwortete nahezu auf jeden Treffer prompt und baute den Vorsprung kontinuierlich aus.
Am Ende musste sich Schwabmünchen der individuellen Klasse und der größeren Durchschlagskraft des VfL Günzburg beugen und rutscht nun auf den vorletzten Tabellenplatz.

Für Schwabmünchen spielten:

Cindy Krappig, Jule Kunstmann (beide Tor), Lara Zabel (5), Lisa Hinkofer (2/2), Sarah Huber (3), Fiona Schmid (1), Mersina Fendt (8), Anna Franz (1), Annika Wagner, Mona Schlicker (2), Enya Nauert (4), Tabea Hafner (5), Klara Kienle, Theresa Wagner (1), Johanna Roth, Emilia Michael (4).