Die Regionalliga-Handballerinnen sind Tabellenschlusslicht FC Bayern München klar überlegen und gewinnen deutlich mit 34:16.
„Es ist egal, was die heute machen – wir konzentrieren uns auf uns. Es muss eine sichtbare Leistungssteigerung zu den letzten Wochen auf die Platte. Völlig egal, wer wo in der Tabelle steht – wir spielen unser Spiel, von der ersten bis zur letzten Minute. Stabile Abwehr, Tempo nach vorne!“ Mit diesen klaren Worten stellte Trainer Mario Stadlmair seine Mannschaft vor dem Spiel am vergangenen Samstagabend auf die Begegnung ein. Seine Worte zeigten von der ersten Minute an eine durchschlagende Wirkung: Seine Schützlinge präsentierten sich hochkonzentriert und dominant. Zwar erzielte Bayerns Top-Torschützin Enya Kweta den ersten Treffer der Partie, doch sollte es für die Münchnerinnen über zehn Minuten lang das einzige Tor bleiben. In dieser Phase legte der TSV einen beeindruckenden 11:0-Lauf hin und zwang die Gästetrainer gleich zweimal zur Auszeit.
Vor allem über die Außenpositionen war Schwabmünchen an diesem Tag kaum zu stoppen. Angeführt von Linksaußen-Routinier Damaris Rheindt, die in den ersten zehn Minuten viermal per Tempogegenstoß traf, sorgten die Außenspielerinnen immer wieder für schnelle Tore. Insgesamt 17 der 34 Treffer erzielte der TSV über die Flügel, viele davon nach Ballgewinnen in der stabilen Abwehr. Für den Großteil der übrigen Außentore waren Laetizia Michael und Kim Bartosch verantwortlich. Michael, bekannt für ihre ansteckende Energie und ihre motivierende Art, stellte an diesem Tag sowohl in der Defensive als auch in der Offensive ihr Können unter Beweis. Bartosch, die sich in dieser Saison besonders in ihrer neuen Rolle als Halb-Rechts-Verteidigerin stark entwickelt hat, glänzte mit einer makellosen Quote von 7/7 vom Siebenmeterpunkt. Beide Spielerinnen blicken in dieser Saison auf eine tolle handballerische Entwicklung zurück und blieben an diesem Abend ohne Fehlwurf.
So war es kaum verwunderlich, dass die Gastgeberinnen zur Halbzeit bereits komfortabel mit 19:8 führten. Auch nach dem Seitenwechsel knüpfte das Team des Trainerduos Stadlmair/Pyrkosch nahtlos an die starke erste Hälfte an. Erneut startete Schwabmünchen mit einem Lauf und erzielte sechs Treffer, ehe Bayern erstmals in der zweiten Halbzeit erfolgreich war. In der 48. Minute markierte Sina Gossner den 30. Treffer für die Singoldstädterinnen. Es folgte eine kurze Phase der Unkonzentriertheit, in der die Gastgeberinnen fünf Minuten ohne eigenen Torerfolg blieben. Technische Fehler und Fehlwürfe verhinderten weitere Treffer, doch dieser kleine Schönheitsfehler änderte nichts am insgesamt sehr positiven Eindruck.
Nahezu die gesamte Mannschaft trug sich in die Torschützinnenliste ein und am Ende stand ein hochverdienter 34:16-Heimsieg für den TSV Schwabmünchen, mit dem sich Team und Trainer gleichermaßen zufrieden zeigten.
Es spielten:
Bloch, Globisch (beide Tor); Bartosch (7/7), Gossner (6), Michael (4), Rheindt (4), Würdinger (3), Kramer (2), Mehr (2), Scheraus (2), Franz (1), Haslauer (1), Lammich (1), Schanda (1), Girstenbrei.

