Kaum ist der Auftakt geschafft, wartet schon das Spiel, das im Kalender rot angestrichen ist. Am Samstag geht es zum TSV Bobingen – zum Derby schlechthin gegen einen Nachbarn, bei dem die Duelle seit jeher eine ganz besondere Brisanz in sich tragen. In einem Derby sind Maßstäbe ohnehin außer Kraft gesetzt: So eine Partie will erst einmal angenommen und bestritten werden, weil sie ihre ganz eigenen Gesetze hat.
Anwurf ist um 20 Uhr. Dass diese Begegnung eine besondere ist, war schon am ersten Spieltag zu spüren: Eine Bobinger Abordnung saß in der Hans-Nebauer-Halle und filmte den Auftaktsieg der Schwabmünchner aufmerksam mit. Gegen eine Videoanalyse von der Tribüne ist nichts einzuwenden – das gehört heute einfach dazu. Bemerkenswert war allerdings, dass die Gäste in der Halbzeitpause bis an den Rand der Spielfläche vorrückten, um von dort, quasi vom Spielfeld aus, zu filmen. Die Spielfläche samt ihren Nebenbereichen gehört an einem Spieltag jedoch allein den beiden aktiven Mannschaften!
Die Hausaufgaben hat Bobingen also gemacht – man weiß dort genau, was auf einen zukommt. Ein kleiner Unterschied bleibt dennoch: Während Schwabmünchen bereits ein Pflichtspiel in den Beinen hat und weiß, wie sich ein enger Kampf über 60 Minuten anfühlt, steigt Bobingen erst jetzt in die Saison ein. Für den TSV wird es das erste Mal ernst – für Schwabmünchen ist es die Gelegenheit, den Schwung aus dem 31:29-Erfolg direkt mitzunehmen. Die junge Mannschaft reist mit viel Selbstvertrauen an, aber ohne Übermut. Schwabmünchen will vor allem das fortsetzen, was am ersten Spieltag so gut funktioniert hat: geduldig spielen, füreinander laufen und über die volle Distanz dagegenhalten. Alles Weitere entscheidet sich am Samstag in der Halle.

