Regionalliga-Handballerinnen verlieren mit 24:31 auswärts bei der SG Mintraching/Neutraubling
Das Spiel begann zunächst vielversprechend: Per Schlagwurf brachte Lea Lammich ihre Mannschaft sofort mit 1:0 in Führung, ehe sich ein schnelles Spiel entwickelte. Mintraching/Neutraubling spielte druckvoll nach vorne und die Schwabmünchnerinnen setzten alles daran, in ungewohnter Abwehrformation dem Ansturm der Gegnerinnen standzuhalten. Statt im Zentrum der 3:2:1-Formation fand sich Abwehrchefin Sarah Rabus in offensiver Position auf der halb-linken Abwehrseite wieder, da die Mintrachingerinnen mit einer zusätzlichen Rückraumspielerin agierten – eine Spielweise, die das Team für sich entdeckt und inzwischen fest in ihrem Spielaufbau etabliert hat. Insgesamt ließ die erste Hälfte einen so deutlichen Spielausgang noch nicht vermuten, auch wenn die Gelb-Blauen merklich nicht richtig in ihr gewohntes Zusammenspiel fanden. Die beiden Offiziellen, die das Spiel leiteten, waren mit Zwei-Minuten-Zeitstrafen nicht zimperlich, sodass über das ganze Spiel hinweg beide Mannschaften ständig in Über- oder Unterzahl agierten. Das Spiel gestaltete sich somit in vielen Phasen wenig flüssig, und die insgesamt 13 Zeitstrafen hielten Spielerinnen wie Kampfgericht auf Trab. Trotz des dauerhaften Rückstands ließen sich die jungen Schwabmünchnerinnen jedoch nicht abschütteln und kämpften sich knapp fünf Minuten vor dem Seitenwechsel immer näher an die Gastgeberinnen heran. Als Tabea Hafner schließlich den direkten Freiwurf nach Abpfiff der ersten Halbzeit zum 12:13-Anschlusstreffer über die gegnerische Mauer und an der Torhüterin vorbei mogelte, war der Jubel auf Schwabmünchner Seite dementsprechend groß.
Bis zum Stand von 13:14 (33. Minute) knüpfte das Team von Trainer Mario Stadlmair an die erste Hälfte an, dann jedoch erwischten die Schwabmünchnerinnen eine Schwächephase. Die zweite Halbzeit war fortan geprägt von vielen Fehlern seitens der Gäste. Abgesehen von Torhüterin Antonia Bloch, die einige wichtige Paraden beisteuerte, und Linda Dölle, die mit fünf außerordentlichen Toren und beinahe einer 100-Prozent-Quote überzeugen konnte, schafften es die restlichen Spielerinnen nicht, ihre Leistung auf die Platte zu bringen. Gekoppelt mit zwei Zeitstrafen in kurzer Folge gegen Lea Lammich und Annika Mehr, verrannte man sich im Angriff konstant in Einzelaktionen. Es gelang nicht, den Ball flüssig laufen zu lassen; die Abwehr machte zu, wodurch das Team häufig ins Zeitspiel geriet oder den Ball verlor. Dies nutzten die Gegnerinnen konsequent aus, um bis auf 19:13 (41. Minute) davonzuziehen. Die Gelb-Blauen agierten weiterhin fahrig. Nur vereinzelt schaffte es das Team, den Ball sauber durchzuspielen und über links abzuräumen oder im schnellen Tempospiel den Ball auf der rechten Seite bis zu Kim Bartosch durchzustecken. Zwar gaben sich die Schwabmünchnerinnen nie auf, doch der hohe Rückstand war nicht mehr aufzuholen, und so endete das Spiel mit einer 24:31-Niederlage.
„Manchmal läuft es nicht und heute war so ein Tag bei uns. Mintraching hingegen hat einen sehr guten Tag erwischt, hat wenig Fehler gemacht und verdient gewonnen. Aber da hängen wir uns jetzt nicht dran auf. Nächste Woche ist Heimspiel, da wollen wir wieder angreifen“, äußerte sich Trainer Stadlmair nach dem Spiel. Die Gelb-Blauen stehen somit nach zwei Saisonspielen vorerst auf dem zehnten Tabellenrang. Am kommenden Wochenende wartet gleich die nächste schwierige Begegnung: Zuhause geht es gegen den Tabellenführer und Drittliga-Absteiger HCD Gröbenzell.
Es spielten: Bloch, Globisch, Tikvica (alle Tor); Dölle (5), Bartosch (4/1), Hafner (4), Lammich (3), Mehr (3), Girstenbrei L. (2), Michael E. (2), Rabus (1), Girstenbrei T., Kramer, Michael L., Schanda, Zabel.

