F1: Favoritenrolle bestätigt

Vergangenen Samstag setzten sich die Schwabmüchner Handballerinnen mit 35:23 gegen den Tabellenvorletzten aus Bayreuth durch. Nach einem durchwachsenen Start konnte sich das Team bis zur Halbzeit eine Führung herausspielen, die bis zum Abpfiff nicht mehr abgegeben wurde.

Die Gäste, die die Fahrt nach Schwabmünchen mit dezimiertem Kader auf sich genommen hatten, erzielten nach 48 Sekunden den ersten Treffer der Partie. Danach gingen die Hausherrinnen mit einem 3:0-Lauf – zweimal traf Celine Würdinger, einmal Rebecca Kramer – erstmals in Führung. Bayreuth glich in der 6. Minute jedoch wieder zum 4:4 aus und hielt bis zur 14. Spielminute gut dagegen (7:7). Ein 7:0-Lauf von Schwabmünchen, den Franziska Scheraus mit ihrem Treffer zum 14:7 vollendete, brachte die Aufsteigerinnen dann entscheidend ins Hintertreffen. Die Abwehr der Gastgeberinnen stand in dieser Phase gut und die leichten Ballgewinne wurden in schnelle Tore umgemünzt. So stand zur Halbzeit eine 18:13-Führung für die Gelb-Blauen auf der Anzeigetafel.

In der Pause ermahnte Trainer Manolito Pyrkosch seine Mannschaft nicht nachzulassen, weiterhin wach zu sein und die Chancen im Angriff noch konsequenter zu nutzen. Das setzte Celine Würdinger, die mit zehn Treffern beste Torschützin der Partie wurde, unmittelbar nach Wiederanpfiff um und stellte auf 19:13. Im Gegenzug parierte Antonia Bloch, die nach ihrer Einwechselung einige starke Paraden zeigte, einen Strafwurf der Gäste. Auf der anderen Seite machte es Kim Bartosch besser, erzielte eines ihrer sechs Siebenmetertore bei sechs Versuchen und erhöhte auf 20:13.

Danach hatten die Schwabmünchnerinnen eine kurze Schwächephase, die die Gäste konsequent ausnutzten. Beim 22:18 betrug der Abstand 20 Minuten vor Spielende nur noch vier Tore, weshalb das Trainergespann Pyrkosch/Stadlmair zur Timeout-Karte griff. Das kurze Wachrütteln zeigte Wirkung: Sechs Minuten lang ließ die gelb-blaue Defensive keine Gegentreffer zu und netzte dafür selbst fünfmal ein. Beim 27:18 war das Polster wieder komfortabel und das Spiel entschieden. In der Schlussphase drehte vor allem Sina Gossner bei den Schwabmüchnerinnen nochmal auf und war nicht unbeteiligt daran, dass der Vorsprung weiter anwuchs. Am Ende feierten die Gastgeberinnen einen verdienten 35:23-Sieg. Die Gäste aus Bayreuth hatten sich jedoch insgesamt wacker geschlagen.

Obwohl die Mannschaft sich über den deutlichen Sieg freute, war man mit Blick auf die gezeigte Leistung nicht ganz zufrieden, denn die Schwabmüchnerinnen hatten vor allem von guten individuellen Leistungen profitiert. Mit Blick auf die kommenden Aufgaben muss vor allem das Zusammenspiel wieder deutlich verbessert werden, denn es warten schwere Gegner: Am Samstag ist der aktuelle Tabellenzweite aus Schwabmünchen beim ESV Regensburg zu Gast, bevor am 07.03.2026 (18 Uhr) dann das vorletzte Heimspiel der Saison in der Hans-Nebauer-Sporthalle ansteht.