Mit einem 22:21-Sieg in Herrsching erkämpft sich die erste Damenmannschaft für den kommenden Samstag einen Matchball um die Meisterschaft. Eine starke Defensive bildete die gesamte Partie über die Grundlage und glich zahlreiche vergeben Chancen im Angriff aus.
Erst nach sechseinhalb Minuten ließ die starke Abwehr der Schwabmünchnerinnen den ersten Gegentreffer zu. Im Angriff erspielten sich die Gelb-Blauen in der Anfangsphase zahlreiche freie Chancen, scheiterten jedoch ein um’s andere Mal an der gegnerischen Torhüterin, weshalb sie daraus keinen Profit schlagen konnten. Erst in der zehnten Minute erlöste Celine Würdinger die Gäste und stellte auf 1:1. Weil die Hausherrinnen jedoch keine Lösungen in ihrem Angriffsspiel fanden, nahm deren Trainer bereits nach diesem Tor die erste Auszeit. Im weiteren Verlauf entwickelte sich zunächst ein Spiel auf Augenhöhe. In der 17. Minute brachte Annika Mehr die Schwabmünchnerinnen mit 6:4 in Front, doch beim 8:8 (22.) war das Spiel wieder ausgeglichen. Bis zum Halbzeitpfiff fielen lediglich drei weitere Treffer. Nach einem torarmen ersten Durchgang verabschiedeten sich die Gelb-Blauen mit einer knappen 10:9-Führung in die Kabine.
Nach Wiederanpfiff erhöhte die Mannschaft von Trainergespann Stadlmair/Pyrkosch zunächst auf 9:11, bevor der Anschlusstreffer der Gastgeber zum 10:11 fiel. Danach setzte sich die gute Defensivleistung der Schwabmünchnerinnen fort, weshalb gute Ballgewinne ihnen leichte Treffer und damit einen 4:0-Lauf ermöglichten. Zwei Treffer von Kim Bartosch und je einer von Sina Gossner und Lea Lammich zwangen den gegnerischen Trainer zu seiner zweiten Auszeit. Diese zeigte Wirkung: Beim 13:15 (41.) betrug der Abstand nur noch zwei Tore und als Herrsching knapp elf Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer gelang, war es das Trainergespann der Gäste, welches die Timeout-Karte auf den Zeitnehmertisch legte. Auch nach den intensiven Worten von Trainer Mario Stadlmair brachten die Gelb-Blauen den Ball zunächst nicht im Tor unter. Die Gastgeber mussten erst zum 18:18 ausgleichen, bevor sich das wieder änderte. Danach folgte erneut ein 3:0-Lauf der Schwabmünchnerinnen, den Kreisläuferin Lara Girstenbrei mit ihrem Treffer zum 18:21 vollendete, als noch genau fünf Minuten zu spielen waren. Die zahlreich mitgereisten Fans der Schwabmünchnerinnen erwartete jedoch eine spannende Schlussphase. Zwei Treffer von der gegnerischen Spielmacherin Annika Adelwart brachten die Hausherrinnen in der 57. Minute wieder bis auf ein Tor heran (20:21), doch Annika Mehr fand auf Schwabmünchner Seite die unmittelbare Antwort. Obwohl den Gegnerinnen erneut der Anschluss gelang, ließ die gelb-blaue Defensive keinen Treffer mehr zu. Am Ende stand ein knapper, aber dank der guten Abwehrleistung wohl verdienter, 22:21-Sieg für den TSV Schwabmünchen auf der Anzeigetafel.
Noch größer wurde die Freude über diese beiden hart erkämpften Punkte, als man sah, dass Forst United Ebersberg beim TSV Vaterstetten verloren hatte. Damit zogen die Schwabmünchnerinnen an ihren Konkurrentinnen vorbei und treten am kommenden Samstag als Tabellenführerinnen an, wenn es zum direkten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften kommt. Mit einem Sieg könnten die Gelb-Blauen die Meisterschaft bereits vor dem letzten Spieltag klar machen. Die deutliche Niederlage aus dem Hinspiel zeigt jedoch, dass dafür eine nahezu perfekte Leistung nötig sein wird – ebenso wie die Unterstützung von zahlreichen Fans.
Anpfiff ist am 21.02.2026 um 18 Uhr in der Hans-Nebauer-Sporthalle.

