Starker Kampf bleibt unbelohnt: Schwabmünchner Handballerinnen verlieren Krimi gegen Gröbenzell

Eine starke Leistung, die am Ende leider nicht mit Punkten belohnt wurde, zeigten die Schwabmünchner Handballerinnen am vergangenen Samstag in ihrem ersten Heimspiel der Saison. Gegen den Drittliga-Absteiger HCD Gröbenzell hatten sie bis zum Schluss die Chance, die ersten Punkte der laufenden Spielzeit einzufahren. Am Ende musste sich das junge Team jedoch denkbar knapp mit 23:24 geschlagen geben.

Bereits vor dem Anpfiff war klar, dass die Aufgabe an diesem Abend alles andere als leicht werden würde. In der Vorbereitung waren die Schwabmünchnerinnen bereits auf den HCD getroffen und mussten sich damals deutlich geschlagen geben. Dennoch gingen sie nach einer guten Trainingswoche zuversichtlich und hochmotiviert in die Partie.

Zu Beginn lief allerdings noch nicht alles rund. Zwar zeigten die Schwabmünchnerinnen ab der ersten Minute eine solide Abwehrleistung, im Angriff fehlte jedoch zunächst die nötige Durchschlagskraft. Lediglich ein Tor gelang den Gastgeberinnen in den ersten 15 Minuten, während Gröbenzell fünfmal erfolgreich war. In der 18. Minute war es dann Rückraumspielerin Annika Mehr, die den Bann endlich brechen konnte und anschließend fand das Team des Trainergespanns Stadlmair/Englberger/Mehr auch im Angriff zunehmend besser ins Spiel. Gegen die offensiv herausrückende Halbverteidigerin der Gäste fanden die Schwabmünchnerinnen nun bessere Lösungen. Dennoch blieb der Abstand zum HCD Gröbenzell bis zum 4:10 (22. Minute) weiterhin groß. Doch die Schwabmünchnerinnen ließen nicht locker und schafften es, sich auch durch zwei Treffern in Folge von Linda Dölle den Rückstand bis zur Halbzeit auf 8:12 zu verkürzen. Ein noch knapperes Ergebnis wäre denkbar gewesen, doch einige Fehlwürfe auf Schwabmünchner Seite und eine Zeitstrafe verhinderten ein weiteres Aufschließen auf die Gäste. 

Nach Wiederanpfiff knüpften die Schwabmünchnerinnen sofort an ihre Leistung aus der ersten Halbzeit an und Kim Bartosch verwandelte ihren zweiten Siebenmeter erfolgreich und verkürzte sofort auf 9:12. Das Spiel wurde nun immer schneller und auch hitziger auf beiden Seiten. In dieser Phase überzeugte Stadlmairs Team mit einer enorm hohen Laufbereitschaft in der Abwehr, die Gröbenzeller Rückraumspielerinnen wurden hoch angelaufen, frühzeitig unter Druck gesetzt und konnten so immer wieder zu Ballverlusten gezwungen werden. Vorne Mitte Annika Mehr gelang es wiederholt, einen Pass zu antizipieren und ihrer Mannschaft so einen schnellen Gegenstoß zu ermöglichen. Schließlich war es Emilia Michael, die erstmals den Anschlusstreffer zum 12:13 (38.) im gegnerischen Tor versenkte und als knapp eine Minute später Kim Bartosch vom Siebenmeter-Strich aus erneut nerven bewies und den Ausgleich mit einem gezielten Wurf in die rechte untere Ecke perfekt machte, war der Jubel in der Hans-Nebauer Halle riesig. Ein Fehlwurf und eine kurze Phase der Unaufmerksamkeit in der gelb-blauen Abwehr führte jedoch gleich zu einem Doppelerfolg der HCD-Kreisläuferin Ines Ilies, und schon zeigte die Anzeigetafel erneut einen zwei Tore Rückstand (13:15, 43. Minute). Mario Stadlmair reagierte prompt und brachte etwas frischen Wind ins Schwabmünchner Spiel: Emilia Michael kam frisch von der Bank und war umgehend erfolgreich. Nun gleichzeitig mit Schwester Laetizia auf dem Feld, erzielten „die Michaels“ gleich vier Tore in Folge, zum Anschlusstreffer, Ausgleich und erstmaligem Führungstreffer. Der HCD legte die Auszeitkarte, konnte den Schwabmünchner Ansturm jedoch vorerst nicht bremsen. Tabea Hafner vergrößerte den Vorsprung noch einmal auf 18:15 (49.), ehe zwei 7m-Strafwürfe in Folge für den HDC Gröbenzell diesen Vorsprung dahinschmelzen ließen. Beim Stand von 20:20 fünf Minuten vor Ende war die Partie erneut offen und in der Folge entwickelte sich ein richtiger Krimi. Beiden Mannschaften gelang noch einmal der Führungstreffer, sofort folgte der Ausgleich. Bis zum Ende gestaltete sich das Spiel als offener Schlagabtausch, per erneutem Siebenmeter erzielten die Gäste in der 58. Minute dann ihren Siegtreffer. Auch das Schwabmünchner Timeout kurz vor Abpfiff konnte leider nicht mehr zum Erfolg beitragen, und so blieb es beim bitteren 23:24 Endstand. Dennoch können die Schwabmünchnerinnen stolz auf sich sein: Im Vergleich zur vorigen Woche zeigt sich ein enormer Aufwärtstrend und das junge Team hatte erstmalig in dieser Saison das Spiel über weite Strecken im Griff. Am kommenden Wochenende wartet ein Derby: Auswärts wartet um 18:00 Uhr der TSV Haunstetten II.

Es spielten: Bloch, Globisch, Tikvica(alle Tor); Bartosch (5/4), Michael E. (4), Dölle (3), Girstenbrei L. (2), Kramer (2), Mehr (2), Michael L. (2), Hafner (1), Lammich (1), Zabel (1), Girstenbrei, Rabus, Schanda