Drei Spieltage sind in Bayerns höchster Spielklasse der B-Mädels absolviert, und noch ist der TSV Schwabmünchen glück- und punktlos. Nach Niederlagen in Ismaning und daheim gegen Tabellenführer HBC Nürnberg mussten die Schwabmünchnerinnen am vergangenen Sonntag auch aus Zirndorf die Heimreise ohne Erfolgserlebnis im Gepäck antreten. Aber der Reihe nach.
Nach einer intensiven und insgesamt auch gelungenen Vorbereitung sah sich die neu formierte weibliche B-Jugend des TSV gut gerüstet für die Bayernligasaison. Der Auftakt bescherte jedoch nicht gerade eine Wunschaufgabe, denn in Ismaning hängen auch bei der JBLH-Reserve die Trauben hoch. Schwabmünchen erwischte einen hervorragenden Start, verlor dann aber nach einigen Fehlwürfen mehr und mehr den Faden. Das Spiel kippte vollständig zugunsten des Heimteams, das mit einer starken Defensive jeden Angriff der an diesem Tag in Jubiläumsblau spielenden TSV-Mädels im Keim erstickte. Zudem ließ man mühsam erarbeitete Wurfchancen leider reihenweise liegen, sodass es am Ende eine zu deutliche 17:26-Niederlage gab.
Umso mehr hatten sich die Schwabmünchnerinnen für den Heimauftakt vorgenommen, bei dem man aber den starken HBC Nürnberg zu Gast hatte. Während der Angriff der Schwabmüncherinnen diesmal durch eine bessere Effizienz bestach, tat man sich in der Abwehr schwer, das gute Eins-gegen-eins der Gäste in den Griff zu bekommen. Zu leicht ließ man Nürnberg zu freien Abschlüssen kommen. Dennoch schaffte man es Mitte der ersten Halbzeit, Kontrolle über das Spiel zu gewinnen, leistete sich dann aber unnötige Fehler und Zeitstrafen, die zu einem 15:17-Pausenrückstand führten. Die Halbzeitansprache brachte keine Besserung. Der TSV-Nachwuchs kam nicht zurück ins Spiel und musste den HBC auf 17:25 enteilen lassen. Erst als nichts mehr zu retten schien, fand man endlich die Leichtigkeit im eigenen Tun. Die Abwehr bekam nun besseren Zugriff und im Angriff rollte das Tempospiel. Tor um Tor kämpfte sich Schwabmünchen heran, am Ende reichte es aber trotz aller Leidenschaft nur noch, um auf 33:35 zu verkürzen.
Gern hätte man den Negativlauf am vergangenen Wochenende bei der HSG Fürther Land gestoppt. Dementsprechend zeigten die Mädels in Zirndorf großen Kampf und Willen. Die Abwehr im Zusammenspiel mit der Torhüterin konnte viele Ballgewinne und Paraden verbuchen, nur Kapital schlug man daraus nicht. Nach unglücklichem Start übernahm man beim 7:6 erstmals die Führung, nur um dann bis zum Pausenpfiff völlig unnötig in einen Vier-Tore-Rückstand zu geraten. Diesem lief man im zweiten Abschnitt hinterher, kämpfte sich aber mit großem Aufwand zurück, was schließlich mit dem 18:18-Ausgleich belohnt wurde. Die Gastgeber stoppten jedoch den Lauf mit einer Auszeit und zwei Treffern im Anschluss daran. Eine Minute vor Schluss schafften die Schwabmüncherinnen den Anschluss zum 21:22. Mit einer leidenschaftlichen Deckung eroberten sie sich danach direkt wieder den Ball und hatten den erneuten und völlig verdienten Ausgleich auf der Hand. Leider fand der Wurf nicht den Weg ins Tor. Und so stand man trotz großen Kampfes und insgesamt guter Leistung am Ende wieder mit leeren Händen da.
Aber man wird in Schwabmünchen nicht die Köpfe hängen lassen, sondern die zwei spielfreien Wochen nutzen, um an ein paar Schwachpunkten zu arbeiten. Das Trainerteam ist sich in jedem Fall einig, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist und die Entwicklung erst am Anfang steht. Am 7.11. startet mit dem Heimspiel gegen HT München ein voller Terminkalender bis Weihnachten – Gelegenheiten genug, dass sich das junge Team dann auch mit Erfolgen belohnen kann.

