Eine kurze Auswärtsfahrt erwartet die Schwabmünchner Regionalligahandballerinnen am kommenden Samstag. Um 18:00 Uhr spielen sie beim Lokalrivalen TSV Haunstetten II. Der Aufsteiger aus der Oberliga steht aktuell mit 1:9 Punkten einen Rang über den noch punktlosen Schwabmünchnerinnen auf dem 10. Tabellenplatz. Vom Mitaufsteiger HSG Würm-Mitte 22 hatte sich Haunstetten am dritten Spieltag mit einem Unentschieden getrennt und hat somit einen Punkt Vorsprung auf die Schwabmünchnerinnen, die sich trotz starker Vorstellung am vergangenen Wochenende dem HCD Gröbenzell geschlagen geben mussten.
Die Mannschaft des Trainergespanns Link/Smotzek ist den Schwabmünchner Damen keineswegs unbekannt. Ein Testspiel in der Vorbereitung konnten die Schwabmünchner im Sommer für sich entscheiden. Zudem waren Spielerinnen beider Mannschaften in der Vergangenheit für den jeweils anderen Verein aufgelaufen: Enya Nauert (Haunstetten) verbrachte ihre Jugend in Schwabmünchen, während Kreisläuferin Lara Girstenbrei und ihre Schwester Teresa Girstenbrei beim TSV Haunstetten groß wurden. Letztere entschied sich erst im Frühjahr 2026 für den Wechsel. Auch Rückraum-Mitte-Spielerin Annika Mehr absolvierte zwei Saisons in Haunstetten, bevor sie nach Schwabmünchen kam. Die Haunstetter Torhüterin Carlotta Friedrich lief zeitweise mit Doppelspielrecht sogar für beide Vereine auf und unterstützte Schwabmünchen 2022/23 und 2023/24 in der Jugendbundesliga. Es bleibt abzuwarten, ob die Schwabmünchnerinnen auf noch mehr bekannte Gesichter stoßen werden – die erste Damenmannschaft des TSV Haunstetten ist an diesem Wochenende spielfrei, weshalb jüngere Spielerinnen des Drittligateams auch in der Regionalliga eingesetzt werden könnten. Von den infrage kommenden Akteurinnen haben mehrere eine „gelb-blaue Vergangenheit“, so zum Beispiel Ex-Schwabmünchnerin Sina Gossner, die bereits am vergangenen Wochenende die zweite Haunstetter Damenmannschaft unterstützte und fünf Tore im Spiel gegen den ESV 27 Regensburg II erzielte.
Die Damen vom Trainerteam Stadlmair/Englberger/Mehr unterdessen wollen am Samstag endlich die ersten zwei Punkte einfahren. Das junge Team zeigte gegen Gröbenzell seine bisherige Saisonbestleistung und schaffte es erstmals, zu alter Abwehrstärke zurückzufinden und diese als solide Basis für das schnelle Umschaltspiel nach vorne zu nutzen. Zwar konnte der HCD das Spiel in letzter Sekunde doch noch zu seinen Gunsten drehen, doch die Schwabmünchnerinnen waren vor allem in der zweiten Halbzeit über lange Strecken sehr dominant aufgetreten. Als Devise für die Trainingswoche setzte Coach Mario Stadlmair im Auftakttraining am Montagabend ein klares Ziel: „Wir müssen uns auf uns und unsere Stärken konzentrieren. Die zweite Halbzeit war ein guter Anfang, darauf müssen wir jetzt aufbauen.“
Anpfiff ist um 18:00 Uhr in der Albert-Loderer-Sporthalle in Haunstetten. Aufgrund des kurzen Anfahrtsweges erhoffen sich die Damen diesmal auch auswärts viele Zuschauer.

