Mit großen Hoffnungen und einer gehörigen Portion Vorfreude machte sich die weibliche B-Jugend des TSV Schwabmünchen am vergangenen Wochenende auf den langen Weg nach Solingen. Nach einer starken Qualifikationsrunde durfte das Team von der Jugendbundesliga träumen. Am Ende blieb dieser Traum unerfüllt – auch wenn die Enttäuschung den Stolz auf die gezeigten Leistungen nicht schmälern sollte.
Bereits die Auslosung hatte den Schwabmünchnerinnen die wohl schwierigste Anreise aller Teilnehmer beschert. Doch davon ließ sich die Mannschaft zunächst nicht beeindrucken. Im ersten Spiel gegen die SG 09 Kirchhof hielt der TSV lange gut mit. Bis kurz vor der Halbzeit lag Schwabmünchen beim 7:10 noch in Schlagdistanz, ehe sich die Hessinnen zunehmend absetzen konnten. Nach einer kämpferischen Leistung musste sich der TSV schließlich mit 11:26 geschlagen geben.
Nur wenige Stunden später wartete mit dem VfL Waiblingen bereits die nächste schwere Aufgabe. Der Start machte Mut: Schwabmünchen erwischte den besseren Beginn und führte nach wenigen Minuten sogar mit 4:2. Auch beim 6:6 und 8:8 war die Partie völlig offen. Doch Waiblingen nutzte seine Chancen konsequenter, drehte die Begegnung und setzte sich bis zur Pause auf 16:10 ab. Nach dem Seitenwechsel kämpften die TSV-Mädels unermüdlich weiter, konnten den Rückstand jedoch nicht mehr entscheidend verkürzen. Am Ende stand eine 18:29-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Damit platzte der Traum von der Jugendbundesliga zwar bereits in der Vorrunde. Dennoch können die Spielerinnen erhobenen Hauptes auf die Qualifikation zurückblicken. Allein die Teilnahme an diesem Turnier war das Ergebnis einer hervorragenden Saison und vieler starker Auftritte in den vergangenen Monaten. Gegen die besten Nachwuchsteams Deutschlands Erfahrungen sammeln zu dürfen, ist für die Entwicklung der jungen Handballerinnen wertvoller als jede Tabellenplatzierung.
Natürlich überwog nach dem Schlusspfiff zunächst die Enttäuschung. Doch mit etwas Abstand wird die Erinnerung bleiben, dass sich diese Mannschaft bis zur letzten Minute gegen hochklassige Gegner gewehrt hat. Der Traum von der Jugendbundesliga ist vorerst vorbei – die Zukunft dieser talentierten Mannschaft jedoch noch lange nicht.
Für den TSV Schwabmünchen standen in Solingen Lucie Horn, Amelie Dormeier, Lia Müller, Pauline Barthel, Alisha Wetsch, Pauline Balint, Mila Heiland, Lotta Münch, Emilie Herzog, Jule Jo Warth, Kim Eleni Kotschmar, Emilia Weichel und Leni Hög auf der Platte. Betreut wurde die Mannschaft von Torsten Barthel, Falko Klaffenbach, Caroline Globisch und Lumi Widmann.
